Trauma – Wenn das ständige „Wieder-Erinnern“ das Leben bestimmt.

Trauma – Wenn das ständige „Wieder-Erinnern“ das Leben bestimmt.
Trauma - die ständige Wiedererinnerung
Trauma – die ständige Wiedererinnerung

Trauma – Was ist ein Trauma? Ein Trauma kann zu einer posttraumatische Belastungsstörung führen. Eine Erkrankung, die nach schwersten, katastrophalen Belastungssituationen auftritt. Besonders schlimm für den betroffenen Menschen ist das ständige Wiedererinnern und -erleben des Traumas. Angst, Hilflosigkeit und Kontrollverlust und die damit verbundenen psychosozialen Folgen führen zu einer Beeinträchtigung des Lebens und der Lebensqualität. Sowohl für den Betroffenen selbst, als auch für das Umfeld. 

Wie verhalten sich Menschen mit einem Trauma?

Die betreffenden Personen werden von wiederkehrenden, sich zum größten Teil aufdrängenden Erinnerungen an das Trauma gebunden. Ungewollt drängt sich das Ereignis vor dem inneren Auge auf und der Film des Leidens beginnt immer wieder von vorne. Dabei können aufgetretene Körpersensationen wie z.B. Schmerzen oder Sinneseindrücke wie Körpergerüche oder äußere Merkmale des Täters wiedererlebt werden. Betroffende können das Gefühl entwickeln, das traumatische Ereignis tatsächlich noch einmal zu durchleben, die sogenannten Flashbacks. 

Vermeidungsverhalten und Einschränkungen im Alltag sind Strategien, um das Leben überhaupt noch zu bewerkstelligen. 

Viele Patienten schildern, sich nach dem traumatischen Ereignis von ihrem Alltag und von ihren wichtigen Bezugspersonen entfremdet und isoliert zu fühlen, „nicht mehr zu dieser Welt“ zu gehören. Sie erleben sich als verändert und deprimiert. Auch in Zukunft kann keine erfreuliche Entwicklung mehr gespürt werden. 

Wie äußert sich ein Trauma?

Selbstvorwürfe, Grübeln, Angst, Überlegungen wie „Warum ich?“ oder „Was wäre gewesen wenn!“ – nicht selten fühlen sich Betroffende für ihre Traumatisierung oder die Verletzung anderer Personen im Rahmen des traumatischen Ereignisses zu Unrecht verantwortlich. 

Schuldgefühle oder die Fantasie einer Überlebensschuld „befeuern“ das posttraumatische Erlebnis. 

Die wichtigsten Symptome sind:

  • Wiedererleben: Intrusionen, Flashbacks, Alpträume.
  • Übererregung, Nervosität, Schreckhaftigkeit, Schlaflosigkeit.
  • Reizbarkeit, Ungeduld, schlechte Laune.
  • Vermeidung, emotionale Taubheit, Passivität, Rückzug.
  • Misstrauen, Scham- und Schuldgefühle, vermindertes Selbstwertgefühl.

Was kann alles ein Trauma auslösen?

Ein Trauma ist eine tiefe seelische Verletzung, ausgelöst durch ein Erlebnis, das mit Kontrollverlust oder Lebensgefahr einhergeht. Der Mensch fühlt sich in dieser Situation ohnmächtig und hilflos ausgeliefert. Traumatische Ereignisse können zum Beispiel schwere Unfälle, psychische, körperliche oder sexualisierte Gewalt, Verlusterfahrungen, Naturkatastrophen oder schwere Erkrankungen sein. 

Traumatisierte Menschen können ihr Trauma an Nachkommen weitergeben – hier wird von einem sogenannten transgenerationale Trauma gesprochen.

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Welche Therapiemöglichkeiten bieten Unterstützung?

Wie mit einem Trauma umgehen?

Dass wir mit unseren Gedanken unseren Körper beeinflussen können, ist vielen Menschen bewusst. Bei mildem Stress sind wir gut in der Lage, uns mit wohltuenden belebenden Gedanken und Bildern zu beruhigen. Macht sich dagegen das Gefühl einer Überflutung von Emotionen breit, brauchen wir Hilfsmittel, die uns bei sehr hoher Erregung unterstützen, wieder ins innere Gleichgewicht zu kommen. Bestimmte Yogaübungen können hier sehr hilfreich sein. Denn Körperhaltungen und Bewegungen sind untrennbar mit unseren Reflexen und Emotionen verbunden. Eine leichte Veränderung von eingeschliffenen Haltungs- und Atemgewohnheiten wirkt sich harmonisierend auf unsere Befindlichkeit und unser Erleben aus. Körpersicherheits-Übungen, die täglich geübt werden, sind für viele Betroffene eine Entlastung ihrer Emotionen. 

Aber auch eine Trauma-Therapie mit Hilfe der selbstorganisatorischen Hypnose bietet eine hilfreiche Unterstützung. Es geht um das Erkennen, dass sich der Betroffene in einem sogenannten Karpmann-Dreieck befindet. Der Mensch erlebt sich manchmal in der Opferrolle, mit dem Gefühl von Angst und Leere verbunden. Eine Befreiung aus der Opferrolle ist für viele traumatisierte Menschen ein erster Schritt. 

Ärger oder auch Schuldgefühle spiegeln die Verfolgung, die innerliche Täterrolle wider. Kennzeichen hier ist oft ein aktives oder auch passiv- aggressives Verhalten. Auch Frust und Trauer können im Alltag eine emotionale Rolle einnehmen, indem sich eine Depressions-Symptomatik zeigt. 

Die psychodynamische Therapie, mit Unterstützung der Hypnosetherapie, hat zum Ziel, die pathologischen Symptome zu lindern und eine Verarbeitung des Traumas zu ermöglichen. Durch die mehrfache Schilderung und die Veränderung der Emotionen, lassen sich Schritt für Schritt Erfolge im Alltag erkennen. Eine Entlastung auf verschiedenen Ebenen wird individuell erarbeitet. Es braucht ein Mitgefühl, ein wertfreies Miteinander und eine gesunde Basis, bestehend aus dem Fundament von Vertrauen. 

Wenn Sie der Meinung sind, dass ich etwas für Sie tun kann, melden Sie sich. Buchen Sie ein Erstgespräch, ich freue mich. 

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