Die Angst etwas zu verpassen!  FOMO, „Fear of missing out?“

Die Angst etwas zu verpassen!  FOMO, „Fear of missing out?“
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Tore können ein Kunst-Werk sein

Die Angst etwas zu verpassen! Als ich das Wort FOMO las, dachte ich zuerst an FIMO, also eine Art Knetmasse zum Basteln. Und dann die Auflösung: es gibt eine Angst, etwas zu verpassen.

Angst, etwas zu verpassen Fachbegriff FOMO wurde 2004 durch eine Kolumne des Autors Patrick J. McGinnis geprägt.

Fomo Psychologie

Na gut, betrifft mich nicht.  – Wirklich nicht?

Wie oft schauen Sie unter der Arbeit auf Ihr Handy? Wie oft gehen Sie online? Wie oft sind Sie in den „Sozialen Medien“ unterwegs? Wie oft? Und, wie lange ist Ihr Aufenthalt dort? Mal kurz schauen…! Die Angst etwas zu verpassen Beziehung, Angst, etwas zu verpassen Party, Zusammenkünfte usw.

Die Angst, etwas zu verpassen, der innerliche Druck, der steigt, körperliche Anspannung breitet sich aus. Oftmals wird am Anfang nicht bemerkt, wie die Grundspannung ansteigt. Schließlich ist es ja interessant, was Freunde auf Facebook, Instagram und Co. teilen. Ein schnelles Foto vom Strand, ein Selfie in atemberaubender Kulisse oder kulinarische Köstlichkeiten gehen in Bildformat über Länder hinweg. FOMO oder die Angst, etwas zu verpassen, gilt mittlerweile als „Social-Media-Krankheit“. 

Warum hat man das Gefühl, etwas zu verpassen?

Die Wurzel bassiert auf das „Leid“, dass sich Betroffene stets mit anderen Menschen vergleichen. Dabei sehen sie nur die eine Seite am anderen, was dieser hat und zwar in diesem Moment. Die Bilanz fällt danach beim Betroffenen schnell in den Minusbereich. Denn wir sind (inzwischen) gewohnt, ungefiltert uns als schlechter anzusehen und die Defizite bei sich selbst genau unter die Lupe zu nehmen. 

Die Grundspannung steigt körperlich spürbar. Emotional reagiert der Mensch aus der Enttäuschung, Wut, Traurigkeit, Eifersucht, was sich wiederum im Verhalten zeigt. Rückzug oder Jetzt-Erst-Recht, frustriert oder übermäßig energiegeladen, angriffslustig oder trotzig. Viele Facetten laufen als unbewusste automatische Verhaltensweisen ab. 

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Angst engt ein – Bewusstheit schafft WEITE

Fomo die Angst, etwas zu verpassen

Grundsätzlich kann die ständige Angst etwas zu verpassen jeder empfinden und es ist vom Alter völlig unabhängig. Studien weisen darauf hin, dass Jugendliche und junge Erwachsene mit einer hohen Social-Media-Nutzung davon betroffen sind. 

Warum will ich überall dabei sein?

Vielleicht erweckt das Lesen des Textes in Ihnen den Eindruck: das ist doch nichts Neues! Dem stimme ich völlig zu. Dieses Gefühl, überall dabei sein zu müssen, mit dem Aspekt nur dann bin ich wirklich glücklich ist keine neue Entwicklung.

Vielmehr steht es im Zusammenhang mit den in uns wohnenden Grundmotiven, dass wir als Mensch erst einmal dazugehören möchten. Daraus entsteht im Gegenzug die Angst, es geht aber vielmehr um die „FURCHT“, dass ich ausgeschlossen werden könnte. Oft verbindet man damit eine Verlustangst. 

Zeit für eine Neuausrichtung? JOMO!

Wie aus FOMO – JOMO wird! Schon wieder so eine neuartige Begrifflichkeit. 

JOMO bezeichnet die Freude daran, Dinge bewusst zu verpassen. Oder vielleicht so ausgedrückt: ein achtsames Freudiges in sich zurück zu ziehen. 

ASST – Die Einladung für Sie

Nein, es handelt sich nicht um ein pharmakologisches Präparat. 

ASST ist ein achtsames Selbststeuerungs-Training. Dieses achtsame Selbststeuerungs-Training bietet eine optimale Möglichkeiten, unheilsame Gedanken, Emotionen und Verhaltensweisen erst einmal bewusst werden zu lassen. Unreflektierte Gedanken wie „So war es schon immer! oder „Immer bei mir!“ führen zu unheilsamen Emotionen und daraus erfolgen dann unheilsame Handlungen.   

ASST ist ein Training. Es besteht aus vielen Übungsaspekten, die durch ein tägliches Training gepflegt werden. Das bedeutet, durch ein tägliches Training wird im Gehirn eine neue „Hirnautobahn“ gebaut. Wie Sie im Alltag ja wissen, geschieht auf einer Baustelle auch nichts in wenigen Tagen. Eine Autobahn entsteht durch tägliches daran arbeiten, fleißige Arbeiter, die oftmals auch sich in Geduld üben müssen, wenn Material weniger pünktlich geliefert wird. 

Doch wenn wir die wohltuenden Komponenten aus ein tägliches üben feststellen, erscheint es uns im Nachhinein fast spielerisch, dass sich ein achtsames Selbstsicherheits-Training für sich lohnt. 

Möchten Sie näheres erfahren? Dann rufen Sie mich an oder buchen ein Erstgespräch. Alternativ schreiben Sie mir über das Kontaktformular.

Ich freue mich darauf und wünsche Ihnen einen bunten herbstlichen Oktober. 

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Gibt dir das Leben eine Korb, nimm ihn und sammle Pilze.

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