Mobbing am Arbeitsplatz – Mobbing an Schulen

Mobbing am Arbeitsplatz – Mobbing an Schulen

Grundlegendes – Ist Mobbing strafbar?

Mobbing-Definition: Mobbing oder Mobben als soziologischer Begriff, beschreibt psychische Gewalt, die durch das wiederholte und regelmäßige, vorwiegend seelische Schikanieren, Quälen und Verletzen eines einzelnen Menschen durch eine beliebige Art von Gruppe oder Einzelperson definiert ist. Zu den typischen Mobbinghandlungen gehören u. a. Demütigungen, Verbreitung falscher Tatsachenbehauptungen, Zuweisung sinnloser Aufgaben und anderweitiger Machtmissbrauch, Gewaltandrohung, soziale Exklusion oder eine fortgesetzte, unangemessene Kritik an einer natürlichen Person oder ihrem Tun, die einer Tyrannei bzw. einem unmenschlich-rücksichtslosen Umgang gleichkommt.

https://de.wikipedia.org/wiki/Mobbing

Mobbing ist ein Phänomen, das in allen gesellschaftlichen Bereichen anzutreffen ist. Wir finden es in allen Altersstufen – von der Schule, über die Ausbildung bis zum Beruf. Für die Betroffenen ist es häufig sehr schwer, aus dieser Situation herauszukommen. In Deutschland gilt diese Form des Schikanierens sogar als strafbar. Nach deutschem Recht stellt Mobbing einen Eingriff in die Persönlichkeitsrechte eines Menschen dar. Doch es ist ein langer und mühsamer Weg, Rechtsmittel dagegen einzulegen. Wichtiger erscheint mir der Weg, sich selbst aus der Opferrolle zu befreien und damit der Schikane ein Ende zu setzen.


Entwicklung – Arten von Mobbing

Mobbing – wann fängt es an

In meiner Praxis habe ich oft mit diesem Thema zu tun. Dabei tritt das Phänomen in der Familie auf wie auch am Arbeitsplatz. Es gibt unterschiedliche Mobbing Arten. Verbales Mobbing ist dabei nur eine Form von vielen. Man ist gewissermaßen nirgends davor gefeilt, Mobbing Opfer zu werden. Die Folgen von Mobbing gehen tief.

„Am Anfang habe ich die Schuld bei mir gesucht“, erzählte mir kürzlich eine Klientin, die an ihrem Arbeitsplatz gemobbt wurde. Sie war eine Quereinsteigern in einem Unternehmer und musste sich erst an ihrem neuen Arbeitsplatz einarbeiten. Da passieren Fehler. Doch sie lernte schnell, übernahm weitere Aufgaben und verstand sich gut mit ihrem Vorgesetzten. Das missfiel offensichtlich ihren Kolleginnen und Kollegen. Man fing an, hinter ihrem Rücken über sie zu tuscheln, man mied sie in der Kaffeepause und schließlich wurde sie bei ihrem Chef angeschwärzt. Diese Entwicklung gipfelte in einem systematischen Schikanieren durch die Kolleginnen und Kollegen. Selbstzweifel machten sich bei der Betroffenen breit bis zu dem Gefühl, dieser Situation hilflos ausgeliefert zu sein. Ergänzend dazu machten ihr zunehmend körperliche Beschwerden zu schaffen.


Auslöser für physische wie psychische Beschwerden

Was sind die Ursachen von Mobbing? Was ist Mobbing und was nicht? Was bedeutet Mobbing? Die Folgen können unterschiedlich sein. Für den Körper bedeutet es Stress. Bei meiner Klientin zeigte sich dies in den „klassischen“ Stresssymptomen, wie Kopfschmerzen und Schlafstörungen. Sie wachte morgens weit vor ihrem Wecker auf, was eine enorme Ermüdung am Tag nach sich zog.

Es folgten Konzentrationsstörungen, Gereiztheit und eine erhöhte Sensibilität des Magen-Darm-Traktes. Da der Betrieb klein war und es keinen Betriebs- oder Personalrat gab, hatte sie an ihrer Arbeitsstelle keine Möglichkeit, über die Situation zu sprechen. In ihrem persönlichen Umfeld spielte sie die Demütigungen, die sie nahezu täglich erleiden musste, herunter. Sie wollte niemanden damit belasten. „Und ich war der Ansicht, dass mir das auch niemand glauben würde,“ so ihre Vermutung. Statt sich mit Freunden zu treffen, zog sich meine Klientin zunehmend zurück. Diese negative emotionale Spirale kann schnell in eine Isolation oder Depression führen. Eine Situation, die einen Menschen komplett aus seiner Lebensbahn werfen kann.

Raus aus dem Mobbing mittels Hypnose.

Maßnahmen gegen Mobbing


„Nein!“ zu Mobbing – Ja zu Hypnose

Das Entscheidende bei einer entsprechenden Situation ist, dass das Mobbing-Opfer aus dieser Opferrolle herauskommt. Damit laufen Demütigungen, Unterstellungen und Schikanen ins Leere. Hilfe fand meine Klientin in Gesprächen und in der Hypnose.

Sie lernte, bewusst „Nein“ zu sagen und schaffte damit eine Distanz zu der Person, von der die Schikane ausging. In der Hypnose wurde sie sich wieder ihrer eigenen Bedürfnisse und Wünsche bewusst und traute sich auch wieder, diesen Emotionen einen Raum zu geben. Schritt für Schritt konnte sie wieder Vertrauen zu sich selbst aufbauen. Eine entscheidende Entwicklung, denn dieses Selbstvertrauen war ihr komplett abhanden gekommen. Gewappnet mit diesem neuen Selbstvertrauen hat sie das Gespräch mit ihrem Vorgesetzten gesucht und ihm die Situation geschildert. Weitere Gespräche folgten. Durch ihren bewussten Schritt aus der Opferrolle heraus, konnte meine Klientin den Prozess stoppen. Sie weiß heute, was sie tun muss, damit es erst gar nicht wieder soweit kommt.

Mit Hilfe der Hypnose lässt sich die Klammer, die sich in solcher Situation um die betroffene Person bildet, aufbrechen. Sie werden angeleitet, aus eigener Kraft heraus Mobbing Ursachen zu finden. Die eigenen Bedürfnisse und Wünsche erkennen, diese für sich annehmen und durchsetzen sind die wesentlichen Momente. So kann das Vertrauen zu sich selbst, zu den eigenen Stärken wieder aufgebaut werden. Das schafft wieder Vertrauen zu sich selbst. Die Hypnose

ist ein Weg, um eine optimale Abgrenzung gegenüber der Person oder der Situation aufzubauen, die das Schikanieren ausgelöst hat oder dafür verantwortlich ist. So gerüstet, gehören Scham, Schuldgefühle oder Sich-ausnutzen-lassen der Vergangenheit an. Ebenso hilft die Hypnose, dass die Gefahr einer erneuten Attacke gar nicht erst aufkommt.  Mobbing war gestern.

Eine gute Anlaufstelle der Bundesregierung ist die „Nummer gegen Kummer“. Hier finden Sie ein kostenloses telefonisches Hilfsangebot. Bei der „Nummer gegen Kummer“ werden Kinder, Jugendliche und Eltern angesprochen, auch bei Problemen in den sozialen Netzwerken. Die Anonymität der Telefonberatung macht es häufig erst möglich, dass sich jemand an die Beratungsstelle wendet. Bei Bedarf öffnen die Experten den Weg zu weiteren konkreten Hilfsangeboten.

IDas beste Mittel im Umgang mit Abwertungen aller Art ist der Erwerb eines Selbstwertgefühls, das von der Zuwendung anderer unabhängig ist.

(© Michael Depner, Wuppertal)

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