Coro­na als Chance

Coro­na als Chance

Coro­na und die Chan­cen für Ihre Gefühlswelt

Coro­na ist seit über einem Jahr für uns wie ein Brenn­glas – man fragt sich jeden Tag erneut, was wohl als nächs­tes, in Flam­men auf­ge­hen wird. Oft ist das nicht abseh­bar und vie­les kommt ganz uner­war­tet. In die­ser schwie­ri­gen Zeit wer­den wir täg­lich mit unzäh­li­gen Regeln, Maß­nah­men, Ein­schrän­kun­gen, Ver­än­de­run­gen und Her­aus­for­de­run­gen kon­fron­tiert. Dies löst bei den meis­ten Men­schen ein rei­nes Gefühls­cha­os aus: von Ängs­ten und Sor­gen bis hin zur blo­ßen Panik um die Exis­tenz oder Zukunft; von Wut und Frus­tra­ti­on auf­grund ein­schrän­ken­der All­tags­be­stim­mun­gen bis hin zur Hilf­lo­sig­keit, Ein­sam­keit und Melan­cho­lie. Aber auch eine Über­for­de­rung zeigt sich, bei­spiels­wei­se im Home­of­fice oder Home­schoo­ling – und das schon seit vie­len Mona­ten. Iso­la­ti­on in den eige­nen vier Wän­den und Aggres­sio­nen inner­halb der Fami­lie bah­nen sich zudem ihren Weg. Eine zen­tra­le Fra­ge beschäf­tigt uns daher alle: „Wie lan­ge soll das noch so gehen und wann kehrt wie­der Nor­ma­li­tät ein?“ 

Im Fol­gen­den erfah­ren Sie, wie Sie mit Trau­rig­keit, Über­for­de­rung und all­ge­mein Ihrer Gefühls­welt in die­ser Zeit am bes­ten umge­hen kön­nen, und was Ihnen dabei hilft, wie­der zu sich selbst zu finden. 

Wie bekommt man nega­ti­ve und bedrü­cken­de Gefüh­le in den Griff?

Grund­sätz­lich kann man Coro­na auch als ein­zig­ar­ti­ge Chan­ce anse­hen: Sie haben genü­gend Zeit, also nut­zen Sie die­se auch! Neh­men Sie ganz bewusst das Brenn­glas in die Hand! Schau­en Sie ganz genau hin, was auf Ver­än­de­rung war­tet und was kei­nen Platz mehr in Ihrem Leben hat. Wo darf etwas Neu­es ent­ste­hen? Wel­che neu­en Frei­hei­ten konn­ten Sie erfah­ren? Ist es nicht eine gewis­se Ent­schleu­ni­gung, die auch bei Ihnen Ein­zug gehal­ten hat und für mehr Erho­lung sorgt? Kein Frei­zeit­stress, kein stän­di­ges „Müs­sen“ ist im All­tag mehr enthalten. 

Sie haben jetzt die Mög­lich­keit, in bestimm­ten Situa­tio­nen die Selbst­füh­rung zu über­neh­men und kla­re Maß­stä­be zu set­zen. Das bedeu­tet vor allem, die eige­ne Ent­wick­lung zu gestal­ten und die Moti­va­ti­on zu erhö­hen, um an das gesetz­te Ziel zu gelan­gen. Durch die Selbst­füh­rung wird die Auf­merk­sam­keit folg­lich auf die eige­ne Per­son gelenkt, auf die Sie sich nun kon­zen­trie­ren sollten. 

Den­ken, Füh­len und Ver­hal­ten spie­len hier eine zen­tra­le Rol­le und wei­sen Ihnen stets den rich­ti­gen Weg. Da die eige­nen Gefüh­le also stark das Han­deln und Ver­hal­ten bestim­men, ist es für Sie nun hilf­reich, spe­zi­el­le Denk-Mus­ter erken­nen zu kön­nen und somit vor allem auch Ihre Wahr­neh­mung zu schu­len. Wel­che Gedan­ken bestim­men die eige­nen Gefüh­le? Wie kann man die­se kon­trol­lie­ren? Und wel­ches der Sin­nes­or­ga­ne kann einen wobei am bes­ten unter­stüt­zen? Die Selbst­be­herr­schung, ‑moti­va­ti­on und ‑wahr­neh­mung kön­nen Ihnen in die­ser Zeit gut dabei hel­fen, Ihre Gefühls­welt wie­der in Ord­nung zu brin­gen und zu sor­tie­ren. Denn die Selbst­füh­rung führt den Men­schen – wenn er es denn auch möch­te – zur Selbst­ach­tung, Selbst­be­herr­schung und Selbstfürsorge. 

Auch ein gewis­ses Selbst­ver­trau­en geht damit ein­her. Ist es daher nicht eine gute Idee, die­se anstren­gen­de Zeit für sich selbst opti­mal zu nut­zen? Stän­di­ge Angst engt Sie nur ein, macht müde und hilf­los. Aber was wäre, wenn Sie Ihr Brenn­glas für das nut­zen, was Ihnen jetzt und in Zukunft wirk­lich wich­tig ist? 

In die­ser auf­rei­ben­den Zeit und auch danach soll­ten Sie sich also fra­gen: An was habe ich mich eigent­lich so auf­ge­rie­ben? Wenn ich die­se Zeit gemeis­tert habe, was habe ich dar­aus gelernt? Was kann so bei­be­hal­ten wer­den und was kann wie­der los­ge­las­sen wer­den? Somit kön­nen Sie durch geziel­tes Hin­ter­fra­gen Ihre lang ersehn­te Lebens­ba­lan­ce wie­der erlan­gen, was als gro­ßer Ent­wick­lungs­schritt Ihres inner­li­chen Wachs­tums ange­se­hen wer­den kann. Den­ken Sie ab und zu auch ein­fach mal bewusst an posi­ti­ve Din­ge in Ihrem Leben und schaf­fen Sie sich schö­ne Momen­te im Alltag. 

Eine wei­te­re gute Mög­lich­keit bie­tet hier die Dank­bar­keit. Sie kön­nen fol­gen­de Übung bei­spiels­wei­se immer am Abend durch­füh­ren: Las­sen Sie den Tag gedank­lich rück­wärts ablau­fen, bis zu dem Zeit­punkt, als Sie vom Wecker auf­ge­wacht sind. Bedan­ken Sie sich bei fünf posi­ti­ven Aspek­ten, die Ihnen an die­sem Tag wider­fah­ren sind. Was wird dann gesche­hen? Mit der Zeit fällt Ihnen auf, dass Sie sich immer mehr für die „klei­nen“ all­täg­li­chen Umstän­de bedan­ken. Dies kann hel­fen, leich­ter und unbe­schwer­ter durch die­se Zeit zu kom­men. Und wenn die Pan­de­mie dann ein­mal vor­bei ist, sind Sie Exper­te in Ihrer Gefühlswelt! 

Hören Sie sich das Audio „Aus­zeit“ oder „Kraft und Stär­ke“ auf mei­ner Home­page an.

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